Füssener Modellbaublätter                                  2/09   

 

Thema:                   Eigenbauten (Lok - Varianten)

                    Der Mythos der Baureihe E 41

 

   Von der Großmutter der Nachkriegs - Einheitselektroloks der DB gibt es 2 markante Varianten: zunächst die Stahlblauen mit Kombilampen, ab E41 072 in chromoxydgrün, dann ab E41 121 die Serie mit Doppellampen. Aus der E41 entstanden alle weiteren Loks wie E10, E40 und E50. Sie prägten fast 50 Jahre das Erscheinungsbild unter dem Fahrdraht. Anlass genug, die wichtigsten Ausführungen vom Knallfrosch im zeitgerechten Outfit auf der Modellanlage in Betrieb zu haben. Hier in der Epoche III und IV, bevor Farbspielereien ausbrachen. Grundstock war bei mir als Märklin® - Fahrer natürlich die berühmte E41 024. Die war damals stahlblau statt grün und ne blaue 141 gab es ebenso wenig! Grober Unfug von Märklin®. Aber auch die Roco® - Modelle haben gravierende Mängel.

 

                  meine 2. E41 im Fuhrpark:                                                                                                                                                                                     die 141 207-1, eine modifizierte Primex® 3033, umlackiert in RAL 6020

 

 

Die 3. Lok der BR E41 entsteht fast vollständig aus Ersatzteilen. Ausgangspunkt: ein hoffnungslos zerschundenes Gehäuse einer späteren Märklin® 3037 (HOBBY - Serie 1996, nicht verwechseln mit der 3037 von 1960, die hat Kombilampen und die Betriebsnummer E41 024 angegossen und war fälschlicherweise grün!).  So ohne Alles was da an eine Lok ran gehört: keine Lichtkörper, keine Scheiben, keine Griffe, keine Puffer, abgeplatzter Lack und  einseitiger Doppeldruck. Ist irgendwie aus der Schrottkiste von Märklin® über ebay zu mir gelangt. Aus ihr soll nun eine normale Serien - Lok mit Doppellampen werden, obwohl sie noch waagrechte Lüfterlamellen hat. Eigentlich gehören da senkrechte Lamellen hin. Hier ist das, wie ein Freund sagte, bedauernswerte Gehäuse:

 

                                                           eine ehemals 141 438-9

 

Wie man sieht, habe ich schon die Löcher für die Schlusslichter gebohrt,  die Stummeltreppchen sind entfernt, die Fensteröffnungen entgratet und nun muss die alte Farbe runter. Abwaschen mit Universal-Nitroverdünnung und einem borstigen Pinsel. Abwaschen oder abbeizen, nicht abschleifen! Glücklicher Weise hatte der Druckgusskörper weder Risse noch Schrammen oder Dellen und war auch nicht ausgeblüht. Da das Gehäuse bei dieser Prozedur ordentlich entfettet wurde kann man es sofort weiß grundieren. Dann wirkt die neue Farbgebung beige / ozeanblau frischer. Nun sieht die Lok schon wieder erfreulicher aus:

 

                                                                                                                 

 

Jeder Lackiergang wurde nach dem Ablüften bei 60° C ca. 1 Std. (Umluftofen) eingebrannt. Die Chassisteile besorgt man sich am Besten ebenfalls aus dem Internet. Man sollte Geduld walten lassen, damit die Preise im Griff bleiben, denn manche Bieter übertreiben hemmungslos, weil sie nicht warten können. Es gibt genug Auswahl auf dem Markt! Dies gilt auch für den erforderlichen Uhlenbrock® - Decoder 76200 wenn man digital fährt. Ich hab für alle Teile € 57,- bezahlt, das Teuerste war der Decoder mit € 24,-. Hinzu kommt pro Lok ein Schildersatz für € 4,50. Dafür krieg ich keine fertige ordentliche digitale Lok zu kaufen!

Zur Lackiererei: mit Airbrush® möglichst auf einem Drehteller in mehreren dünnen Schichten jeweils ohne abzusetzen! Jede Schicht aushärten lassen. Erst innen 1x, dann außen 2 - 3x mit RAL 1014 beginnen. Dach und Rahmen ggf. abkleben. Die Lok zwischen den Lackiergängen nicht mit bloßen Händen anfassen, sie sind eben doch fettig! Die Weinert - Farben sind mit 40 - 50% Acrylverdünnung auf Spritzviskosität einzustellen. Nicht mehr als 1 - 2 cm³ vorbereiten, reicht für 2 Spritzgänge an 2 Loks!

 

                                                 soviel zum Thema sauberes Dach!

 

Weitere Lackierparameter: Raumtemperatur ca. 18° C, gut belüftet, möglichst staubfrei.  Airbrush®  gerade deckend einstellen, wenn Rotzblasen kommen sollten ist der Teufel los, alles abwaschen! Am Besten unter der Absaughaube in der Küche arbeiten! Riecht zwar nach Nitro und Frauchen schimpft, aber es wird prima! Zeitungspapier halt an Wand und auf Herd kleben! Aufpassen, das Treibgas darf nicht abkühlen, ins Warmwasserbad stellen!!! Ein Arbeitsgang dauert eh nur 30  ...  40 sec. pro Lok! Dann heißt es wieder einbrennen.

Die angegossenen Treppen müssen entfernt werden, wenn man die neueren Drehgestellrahmen 344 880 für den NEM - Kupplungsschacht anbaut, denn da sind sie bereits vorhanden und das hakelt dann. Bei Verwendung der ursprünglichen Drehgestellrahmen 214 610 müssen sie dran bleiben. Wer sich einen Lüfteraufbau auf dem Dach für den Öl - Kühler anfertigt, sollte ihn vor dem Grundieren aufsetzen. Eigentlich müsste man noch fast die ganze Dachrinne beseitigen, das wird aber sehr aufwändig, zumal man dicht an die Lüfter ran muss. Ich hab's deshalb sein lassen.

 

Zum Entfetten eignet sich Reinigungsbenzin, trotzdem Vorsicht!

   

Die Farben:               Grundierung:         Duplicolor® Acryl weiß 1- 0060    aus dem Autozubehörgeschäft

                                    Aufbau:                    RAL 1014 Nitro-Acryl sm Nr. WE 2605    (elfenbein) Fa. Weinert-Modellbau

                                    Rahmen:                  RAL 5020 Nitro-Acryl sm Nr. WE 2623    (ozeanblau) Fa. Weinert-Modellbau

                                    Drehgestelle:           RAL 8019 (graubraun),  vor 1975:   RAL 9005 (schwarz)

                                    Batteriekasten:       RAL 9005 Nitro-Acryl sm schwarz Nr. WE 2646      Fa. Weinert-Modellbau

                                    Pufferbohlen:          RAL 9005!

                                    Dachfläche:             Humbrol® Nr. 191 silber - metallic mit Humbrol® Nr. 67 dkl. - grau abgetönt

                                    Dachleitungen:       2T Humbrol® # 20 und 1T Humbrol® # 67, aber bitte nicht die Druckluftleitungen!

                                    Lüfterlamellen:       wie Dachfläche! (siehe Originalfotos, z.B.: 141 227-4)

                                    Isolatoren:               Humbrol® Nr. 20 purpurrot, die Kühlschlangen am Rahmen grau wie das Dach

                                    Beschriftung:          Gaßner - Beschriftungen Nr. E 327 (Metall − Ätzschilder)

                                    Versiegelung:          Acryl - Klarlack sm Nr. WE 2697 Fa. Weinert-Modellbau

        

                        Hinweis: wenn man Humbrol® - Farben nicht einbrennt, müssen sie 12 Std. zwischen den Anstrichen trocknen!

 

                                                                                       

 

Die Ausrüstung mit Schlusslichtern erfolgt wie bei den Umbauten E10 und E40 mit 4 Stück Flat-Tops L-13HD von Conrad®. Über eine  gemeinsame Schutzdiode pro Seite und getrennte Widerstände 16 ... 22 kΩ pro LED an die Decoderausgänge A1 (Führerstand 2) bzw. A2 (Führerstand1) . Damit ist die Lok beleuchtungsmäßig  für den Wendezugbetrieb ausgerüstet. Siehe ESO 1959 , Zugschlussbeleuchtungen. Die Flat-Tops sollten nicht bündig sein, sie müssen etwas (ca. 0,5 mm) nach innen rückversetzt werden.

 

                                                          ein Chassis im „Bausatz”

 

Zu den Innereien: die Lichtkörper - Abdeckbleche innen und unten weiß lackieren.  Am Bodenblech den Handumschalthebel (so vorhanden) ausbauen, er stört nur. Dort gehören Druckluftkessel hin. Massepunkt in Nähe Decoder setzen (Lötfahne). Die UKW - Drossel wird beim Uhlenbrock® 76200 nicht benötigt! Motormasse mit Massestützpunkt verbinden. Wer noch MM und DCC gemischt fährt, muss massefreie Lampensockel einbauen. Sonst pulsiert das Licht dauernd und flackert beim Weichenstellen! Bei reinem DCC - Betrieb ist das nicht erforderlich. Der Umschalter für Ober- / Unterleitungsbetrieb bleibt im Fahrzeug, nur der Hebel muss geschwärzt werden.

Bitte daran denken: zwischen Decoder und Befestigungslasche muss eine Isolierscheibe eingefügt werden!

 

                                                       

 

Der fehlende Druckluftkessel, eigentlich sind es 2, selber bauen aus Rundstab Buche Ø 5,3 mm ca. 25 mm lang. 2 Bauchbinden rum und einfach an das Bodenblech mit Schnellkleber ankleben, Farbe drauf, fertig.

 

                                       Der Schildersatz:                           

 

Die Beschriftung mit den Ätzschildern ist etwas problematisch, da die Qualität dank ungeeigneter Versandmethode meist mangelhaft ist. Die Schilder sind einfach verzogen (gewölbt) und am Rand manchmal leicht angeknickt. Dies erschwert die Weiterverarbeitung (einfärben und wieder abschleifen, ankleben) erheblich. Preis: € 15,90. Dann reicht, wenn alles gut geht, ein Satz für 4 Loks. Es ist zu beachten, dass die Schilder nur für Loks der Epoche III geeignet sind, da es durchweg „angeschraubte” Metallschilder sind. Für Umgestaltungen von Loks der Epoche IV und V stehen momentan keine preislich akzeptablen Schildersätze (Decals) zur Verfügung, die Rahmenbeschriftung fehlt bzw. kostet € 26,50!  Zum Einfärben der Metall - Schilder eignet sich z.B. ein paint-marker® schwarz. Diese müssen dann VOR dem Anbringen am Gehäuse 1x mit Klarlack fixiert werden, sonst gibt es bei der Schlusslackierung Probleme!

 

                      

                                                                                          

Die Lüfter sollte man tunlichst von Hand einfärben, die Farbe etwas stärker verdünnen, sie verläuft dann sehr gut und 3 x einfärben. Die zunächst neuen brünierten Dachstromabnehmer 7218 hab ich wieder reumütig gegen 30 Jahre alte vom Typ 9 ersetzt. Da alle Griffe weg waren habe ich diese aus Anschlussdrähten von Z-Dioden mit Ø 0,6 selbst gebogen. Preiswert! Man kann auch Cu - Draht versilbert nehmen, dann altern sie selbstständig. Jetzt fehlt nur noch der untere Zierstreifen, die Beschriftung und eine Schicht Klarlack. Die Dachstromabnehmer soweit erforderlich mit Revell® # 220 altrot streichen, ggf. dunkler abtönen.

Die Betriebsnummern : ursprüngliche Bezeichnungen E41 sind an der Front stets zwischen den Lampen am Aufbau angebracht gewesen, nach der Umzeichnung auf 141 kamen sie an den Rahmen. Die seitliche Beschriftung ist dem jeweiligen Originalfoto zu entnehmen.

 

 

        

 

Wie die normale 141 005-9 (die 1. Serien - E41) von Märklin® aussieht weiß eigentlich jeder Märklin® - Sammler, auf dem linken Bild zugegebener Maßen etwas ramponiert, aber die meiste Zeit ihres DB - Einsatzes war sie halt grün (RAL 6020):

 

                                              

                               1983 wurde sie dann ozeanblau / elfenbein                                        

                                                                      

 

           Die Umrüstung einer E41 024 auf echte Kombilampen:                                         

                                                                                                                                                                 Fahrzeugbeleuchtungen / leitende Kupplungen

 

 

              Das „Geheimnis” der Kombilampe, Lichtkörper mit angesetzten SMD - LED's

 

                                                                     Zuleitungen aus 0,1 CuL                                       

 

 

Weitere Loks und Momentaufnahmen von der Aufarbeitung meiner E41-er:

 

              

 

Beim Einfärben der Lokschilder ist zu beachten, dass das DB - Emblem zwar in der Regel schwarz unterlegt ist in einigen Fällen jedoch in Aufbaufarbe (hier: E40 209). Man muss sich da am Originalfoto orientieren. Die gilt jedoch nur für Loks, die noch Guss - Schilder haben.  Die Herstellerschilder sind grundsätzlich schwarz unterlegt. Anders bei den Betriebsnummern: Normal ist die Aufbaufarbe. Aber natürlich auch hier Ausnahmen: die Bekannteste dürfte wohl die der BR E03 / 103 sein: Loks mit Getriebe für 280 km/h sind schwarz unterlegt!

Dann kann man über die Lüfterlamellen geteilter Meinung sein: richtig weißalu (RAL9006) sind sie eigentlich nur bei Auslieferung oder an peinlich geputzten Präsentationsfahrzeugen. Sonst neigen sie wie Dächer zu graualu (RAL 6007) oder schlimmer. Nur: die DB hat wenige Vitrinenfahrzeuge, die Masse ist vom Betrieb gezeichnet.

 

                                                 

                              

 

Wer die Präsentationsvariante wählt, sollte statt dem Weißalu von Weinert lieber die # 191 von Humbrol® nehmen, diese Farbe ergibt auch bei der Verarbeitung mit Pinsel ein homogenes Lüfterbild (feinere Pigmentierung). Diese Farbe eignet sich auch besonders gut zum Ausbessern bestehender Altlackierungen mit leichten Schrammen.

 

 

                                                                                                       

 

Die Metall - Ätzschilder lassen sich sauber gerichtet am Besten mit Klarlack aufkleben. Aber dadurch sollten solche Loks künftig etwas sorgfältiger behandelt werden!

 

 

       Baureihe E41 / 141                                                                   Bestand im Bahnbetriebswerk Steinheim

Fahrzeug             Farbe                                                                                                 Ausführung                                                 Lokschild                                                     Verbleib des Originals              

E41 001      stahlblau RAL 5011                                                    Kombilampen                              Aufbau  -  Guss - Schild                    Museumslok  in Koblenz - Lützel           

                            Deutsche Bundesbahn

E41 004      stahlblau RAL 5011                                                    Kombilampen                              Aufbau  -  Guss - Schild                    ausgemustert am 10.12.1993           

                            Deutsche Bundesbahn                                                                        mit Maschinenraumfenster   (Auslieferzustand)

E41 024      stahlblau RAL 5011                                                                     Kombilampen                               Aufbau  -  Guss - Schild             ausgemustert am 14.08.2000         

                            DB

E41 072      chromoxydgrün RAL 6020                                         Kombilampen                              Rahmen  -  Guss - Schild            ausgemustert am 15.09.1999

                             DB                    Auslieferzustand                                                        wurde zeitweise mit Doppellampen ausgerüstet

141 005-9   chromoxydgrün RAL 6020                                         Kombilampen                              Aufbau  -  Guss - Schild               ausgemustert am 29.12.1988 

                            DB

141 188-3   elfenbein RAL 1014 / ozeanblau RAL 5020                   Doppellampen                             Rahmen  -  lackiert                    wurde als erste der Baureihe am 30.10.1987 ausgemustert

                             DB                     nach Umlackierung / bei Verschrottung                     Auslieferung in RAL 6020

141 207-1   chromoxydgrün RAL 6020                                          Doppellampen                             Rahmen  -  lackiert                    ausgemustert am 31.03.1999

                             DB                                                                                                         Auslieferung in RAL 6020

 

Diese Loks sind bis auf die E41 024 ausnahmslos aus gesammelten Ersatzteilen entstanden. Hausmarke Märklin®. Sie wurden umlackiert und vorbildgerecht neu beschriftet. Zeitpunkt ist das Auslieferungsjahr. Wenn man die Sammlung komplett haben möchte, dann fehlen noch 5 Farb - Varianten aus späteren Zeiten:

 

141 248-5    die Karlsruher Lok 

141 378-0    ozeanblau, beige und ozeanblaues Dach,                                           

141 161-0    orientrot mit Latz

141 346-7    verkehrsrot mit Frontstreifen und

141 437-4    S - Bahn - Anstrich  (Nürnberg) 

                                                      

Alle mit Doppellampen, Klattelüfter und Ölkühler auf dem Dach. Teilweise ohne Herstellerschilder.  Bilder von allen Loks findet man bei   www.railpix.de .  Aber: das handicap für den Nachbau sind momentan die Klattelüfter und die Ölkühler.

 

 

In neuem Kleid:

 

                    

 

 

                                                                               

 

Das E41 024 - Modell hat erhabene angegossene Beschriftungen, die im Laufe der Jahre unansehlich wird. Man bekommt sie wieder sauber sichtbar: das Gehäuse um die Schilder abkleben (vermeidet Kratzer) und zunächst vorsichtig mit einer Bastelfeile von Auhagen® blank feilen. Die Riefen nun mit Polierleinen Körnung 400 glätten. Damit das Zink nicht wieder anläuft einfach Klarlack sm drüber lackieren, was bei einer vollständigen Restaurierung sowieso gemacht werden muss. Erhabene Schriften können auch vorsichtig mit einen kleinen Planstempel bedruckt werden, aber neigen doch zum Verschmieren. Das Freifeilen geht aber nur richtig, wenn die Schriften nicht beschädigt wurden. Ansonsten kriegt man sogar die Schrauben der Guss - Schilder sichtbar gemacht, aber bitte nicht beim DB - Schild!

 

                                                                          

                                                                                       E41 072, die erste E41, die mit Kombilampen in RAL 6020 ausgeliefert wurde

 

                         E41 001  (Juni 1998)

 

 

Da war noch was:  die ersten 4 Loks der BR E41 hatten im Auslieferzustand 3 Maschinenraumfenster, eins rechts und zwei auf der linken Seite. Zwar nicht allzu lange, denn die Lüfterleistung reichte nicht aus, es gab Wärmeprobleme, und so wurden sie durch weitere Lüfter ersetzt. Von Roco® gab es mal diesen Urknallfrosch, bei mir nun auch von Märklin®:  die E41 004. Wer fräsen kann, tut sich recht leicht beim Umbau: als Opfer dient eine 141 005-9. Lüfterfelder innerhalb der Kontur mit Fingerfräser Ø 3,0 mm freifräsen, dann passen die Fenstereinsätze satt rein. Die Fenster sind die gleichen wie bei der E10 / E40 : 216 090.

 

                                                                                   

 

                                                 

 

Der Zeit entsprechend bekam sie wie die E41 001 das Eigentumsschild  Deutsche Bundesbahn , die restlichen Tuning - Arbeiten sind ja bekannt: eingesetzte Fenster, Führerstandstreppen, KK sowie echte Kombilampen und schon hat man ein Epoche III - Unikat mehr. Schön, dass man in der Modellbahnwelt die Zeit zurückdrehen kann. Auslieferdatum der E41 004: 26.10.1956.

 

Wendezugbetrieb

Die Loks, die vorwiegend im Wendezugbetrieb fest zugeordnet sind, und das sind die meisten E41 / 141, sollten eine vom Standard abweichende Schaltungsvariante für die Lichtsteuerung bekommen:

 

f0 steuert am Führerstand 1 (Zugkopf bzw. -ende) mit Leitung grau das Spitzenlicht und mit Leitung gelb das Schlusslicht fahrtrichtungsabhängig --> und über 2 Dioden die leitende Kupplung oder das Trennrelais für diese Kupplung fahrtrichtungsunabhängig.

f1 steuert am Führerstand 2 den Funktionsausgang A1 für Schlusslicht und

f2 steuert am Führerstand 2 den Funktionsausgang A2 für das Spitzenlicht, beide fahrtrichtungsunabhängig.

 

Somit kann die leitende Kupplung wie gehabt über f0 mitgesteuert werden, die Doppelspeisung des Wendezuges und die vorschriftsmäßige Lokbeleuchtung bleibt erhalten! Die Entkopplungsdioden werden nach wie vor benötigt. Diese Schaltungsvariante ist selbstverständlich auch bei anderen Triebfahrzeugen, die für Wendezugbetrieb vorgesehen sind und mit einer leitenden Kupplung ausgestattet werden können sinnvoll, wie z.B. bei der BR E40 / 140, der BR 111 oder bei der BR 216 und der V 100. (Also alle Wendezug - Klassiker)

 

WARNUNG!   Bei Kurzschlüssen zwischen stromführender Kupplung und Gleis wird gem. Hinweis der Fa. Uhlenbrock® der (die) Decoder zerstört!

 

 

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